Westfalia, Teutonia, Fiderallala …

Mesut Özil wurde in Gelsenkirchen geboren, spielte für Westfalia 04, Teutonia Schalke, und DJK Falke, und wurde doch von den Blauen als nicht gut genug erachtet. Er ging nach Essen, spielte für RWE, um dann doch noch endlich bei S04 zu landen. Er entschied sich für Deutschland, spielte mit 18 Jahren in der U21-Auswahl, bekam Bundesligaeinsatzzeiten, spielte Champions League.

Und dann wollten seine Berater pokern. Und dann reagierte Schalke über. Und dann meldete er sich plötzlich selbst zu Wort. Und nun ist seine Zeit auf Schalke viel zu schnell vorbei.

Özil kann in der Bundesliga gefahrlos eingesetzt werden, was für 19 Jährige nicht selbstverständlich ist. Er ist ein Fliegengewicht, zieht in Zweitkämpfen noch häufig den Kürzeren, ist aber schnell und technisch stark genug, dass er sich in der Enge des Mittelfelds zurechtfindet, den für ihn ungünstigen Situationen aus dem Weg gehen kann.
Er ist einer der das, was andere Profis nie lernen werden, schon kann, und der das, was alle Profis können, noch lernen muss.

Offensichtlich wollte Mesut Özil auf Schalke nicht verlängern. Offensichtlich war auch sein Berater an einem Wechsel interessiert. Offensichtlich hat Schalke für einen 19 Jährigen, der vor zwei Jahren ablösefrei verpflichtet wurde und der sich, bei allem Talent, erst noch durchsetzen muss, 5 Mio. Euro Ablöse kassiert. Offensichtlich können also alle zufrieden sein.

Ich finde es trotzdem scheiße.