Barbaratag

Die letzte Schicht, das glaub´ ich einfach nicht.
Warum steh´ ich hier jede Nacht am Schacht,
und St. Barbara hält für uns die Wacht,
passt schön auf uns auf,
Glück Auf, Glück Auf.

So wird’s gesungen, in der letzten Strophe des Steigerliedes, in der Version von Erwin Weiss. Das Lied der Bergleute, dessen Anfang vor jedem Spiel auf Schalke zu hören ist.

Mit der besagten, heiligen Barbara ist Barbara von Nikomedien gemeint. Eine Frau, die sich in Zeiten der Christenfeindlichkeit dem einen Gott zuwandte und dafür letztendlich in den Tod ging. Zuvor wurde sie allerdings durch ein Wunder gerettet. Auf der Flucht vor ihrem Vater, der sie ob ihres Ungehorsam ihm gegenüber töten wollte, öffnete sich ihr ein Felsspalt, in dem sie sich verbergen konnte. Dieser Teil der Legende lies sie zur Schutzheiligen der Bergleute werden.

Der Gedenktag zu ihren Ehren und Namenstag aller Barbaras ist der 4. Dezember. In den Hochzeiten des Bergbaus war der „Barbaratag“ in den entsprechenden christlichen Gemeinden ein wichtiger Tag.

Seit Einführung der Bundesliga hat der einst von Bergleuten gegründete FC Schalke 04 achtmal am Barbaratag gespielt, zweimal auswärts, sechsmal auf Schalke, zuletzt gestern. Beide Auswärtsspiele gingen verloren. Bei den Heimspielen stehen 4 Siege einem Unentschieden und einer Niederlage gegenüber. Die Heimbilanz ergibt einen Punkteschnitt von 2,17. Der Punkteschnitt aller bisherigen 737 Bundesliga-Heimspiele liegt bei 1,84.

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