Je suis Charlie

Zwei Tage lang ging es im königsblog um Politik. Mein Verein, der FC Schalke 04, tut Dinge, die ich schlecht finde. Die Diskussion war hitzig. Wie gut muss gut sein? Wann ist schlecht schlecht? Wer bestimmt was gut oder schlecht ist? Man wurde sich nicht einig.

Gestern wurden in Paris, bei einem Anschlag auf die Redaktion des französischen Satiremagazins „Charlie Hebdo“, 12 Menschen erschossen. Ein Anschlag auf das freie Wort und das freie Bild. Keine Rache für eine „Verfehlung“. Eine Tat um Einzuschüchtern, um der Freiheit der Meinungsäußerung die Ketten der Angst anzulegen.

Dieses Blog ist klein und Fußball ist unwichtig. Und doch steht es für „Freiheit der Meinungsäußerung“. Dies ist nicht etwa ein Unterpunkt des Wertes „Freiheit“, es ist ein Indikator. Wo keine freie Rede geführt werden kann, wo man aufpassen muss was man schreibt, weil einem Schlimmes droht, da ist man nicht frei. Freiheit bedeutet, dass Meinung nie mit was anderem als anderer Meinung begegnet wird.

Deshalb geht es heute, bei aller Trauer und bei allem Entsetzen, nicht nur um Gefühle oder gar die Frage nach einem Warum. Es geht darum, für die Freiheit des Nächsten und damit auch für die eigene Freiheit einzustehen. Es geht darum, es sich heute bewusst zu machen und es morgen und auch noch übermorgen zu leben.

Je suis Charlie.