Der perfide „Was ist wenn …“-Gedanke

Nähe schafft Mitgefühl.
Mitgefühl schärft die Vorstellungskraft.
Vorstellungskraft ist die Grundlage, Angst zu entwickeln.

Nach den Anschlägen von Paris wurde das für gestern geplante Länderspiel in Hannover auf Grund einer „akuten Gefährdungslage“ kurzfristig abgesagt.

Am kommenden Wochenende soll der 13. Bundesligaspieltag der Saison 2015/2016 stattfinden. Samstag sollen auf Schalke über 60.000 Menschen das Spiel der Blauen gegen Bayern München miterleben. Jeder dieser über 60.000 Menschen wird bis dahin mindestens einmal den „Was ist wenn …“-Gedanken gedacht haben.

Es gibt vernünftige Gründe, nicht in Panik zu verfallen. Anschläge gab es in der Vergangenheit auch in Europa immer wieder. Seitdem haben wir viele Spiele auf Schalke gesehen und uns dabei sicher gefühlt. Am 6. Februar diesen Jahres gab es auf Schalke eine Bombendrohung. Das Stadion war voll, das Spiel gegen Gladbach begann um 10 Minuten verspätet. Zunächst bekam man als Zuschauer davon nichts mit. Via Twitter wurde man der Nachricht gewahr. Kurze Zeit war einem ein wenig mulmig zumute. Wirkliche Angst fühlte ich nicht.

Bei der gleichen Meldung am kommenden Samstag würde es sich anders anfühlen. Und man kann sich nicht dagegen wehren.