Rehbergs „Offener Brief“: Ein unerhörter Vorgang

Der Wahlausschuss ist ein Gremium und damit Teil des Vereins, in der Satzung verankert, von den Mitgliedern ordentlich gewählt. Dieser entscheidet nach pflichtgemäßem Ermessen über die Zulassung der Kandidaten zur Wahl des Aufsichtsrats. Diese Entscheidung steht nun an.

Am 01.06. hat der Wahlausschuss einen Apell veröffentlicht. Seit Wochen würde versucht, auf die Entscheidung Einfluss zu nehmen, Druck auszuüben. Mitglieder des Wahlausschusses seien persönlich bedroht worden. Diese Vorgänge würden nicht nur dem Ansehen des FC Schalke 04 schaden, sondern allen beteiligten Personen.

Anstatt dass sich der Club schützend vor das eigene Gremium stellt, erhöht Gerd Rehberg per „Offenem Brief“ den Druck weiter. Ganz offiziell, kraft seines Amtes als Ehrenpräsident, auf der Webseite des Clubs. Er stellt Vorgänge im Aufsichtsrat dar, die der Geheimhaltung unterliegen. Er fordert vom Wahlausschuss die Entscheidung die ihm gefällt. Er gießt Öl ins Feuer der eh schon hoch lodernden Diskussionen. Ein unerhörter Vorgang.

„Diese Vorgänge schaden nicht nur dem Ansehen des FC Schalke 04, sondern allen beteiligten Personen“ schrieb der Wahlausschuss in seinem Apell. Der Wahlausschuss tagt in dieser Woche. Noch ist keine Entscheidung gefallen die diskutiert werden müsste. Noch hat der Wahlausschuss nichts getan, was dem Ansehen des Clubs schadet. Gerd Rehberg mit diesem Brief und der Verein als solcher, im Umgang mit dem eigenen Gremium Wahlausschuss, leider schon.