Online-Lesung: »Der Bundesligaskandal 71/72«

Im Rahmen der »Fußball-Kulturtage NRW« findet am kommenden Dienstag eine Online Lesung statt, der kostenlos per Zoom beigewohnt werden kann. Unter dem Titel »Der Bundesligaskandal 71/72« liest Autor Bernd-M. Beyer aus seinem im Februar erschienen Buch »71/72 – Die Saison der Träumer«.

In der Saison zwischen dem Sommer 1971 und dem Sommer 1972 gewann Schalke 04 so viele Spiele wie in keiner Bundesliga-Spielzeit davor oder danach. In dieser Zeit flog allerdings auch der Bundesligaskandal auf. In dieser Zeit versuchte die CDU, Willy Brandts Ostpolitik als Verrat an deutschen Interessen zu diskreditieren und ihn per Misstrauensvotum zu stürzen, und in diese Zeit fiel die »Maioffensive« der RAF. In dieser Zeit wurde ich übrigens geboren, woraus folgt, dass ich bezüglich dieser Zeit Leser und Zuhörer der Geschichten und der Geschichte bin. Am Dienstag dann Zuhörer.

In seinem Buch hat Bernd-M. Beyer die besagte Zeit anhand der Geschichten von Stan Libuda und Rio Reiser dargestellt. Sie stehen sinnbildlich für die besagten Träumer im Titel:
»Libuda träumt vom Idyll einer vertrauten Umgebung: auf dem Platz, in der Familie, in der Nachbarschaft. In der Saison 71/72 träumt er davon, dass sein Fehltritt, die Annahme von Bestechungsgeldern, nicht auffliegt und dieses Idyll zerstört. Rio Reiser ist eine Art Antipode. Er flieht aus der Provinz ins angesagte Berlin, rebelliert gegen das Spießertum, träumt von einer besseren Gesellschaft und davon, dass er sein Schwulsein ausleben kann. Die Jahre 1971 und 1972 bringen seinen Durchbruch als Politrock-Musiker und seine Träume zum Fliegen.«

Die Lesung findet am Dienstag (12.10.) um 19 Uhr über Zoom statt. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig. Die Einwahl erfolgt über folgenden Zoom-Link: https://zoom.us/j/93952090771?pwd=bmgwTUs1WlNBZ3hIY2VjbWtndjMzQT09

One thought

  1. Bin dabei! ich war damals Kind, aber diese Zeit hat sich sehr eingeprägt. An den Skandal kann ich mich gut erinnern, war damals schon Schalke Fan und sehr traurig, dass mein Lieblingsverein Dreck am Stecken hatte (verstanden habe ich den Bestechungsskandal nicht, aber es war nichts Gutes, soviel war sicher). Und natürlich erinner ich mich auch an die Anfänge der RAF, die Panik in den Nachrichten prägte selbst Kindheitserinnerungen. Rio kam erst später, in den 80ern, ins Bewusstsein. Mein Bruder hörte immer Ton, Steine, Scherben. Soll heißen: Bin gespannt auf die Lesung am Dienstag! Danke für den Tipp!

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