Wie Schalke eben

Schalke 04 spielt in der kommenden Saison wieder in der ersten Liga! Unter der Führung von Mike Büskens legten die Blauen einen in allen Belangen beeindruckenden Saisonendspurt hin. Der Sieg gegen St. Pauli konzentrierte nochmal alles, was Schalke dabei ausmachte.

Diese zweite Halbzeit war wie ein Orgasmus nach ausdauerndem Sex. Explosiv und befreiend brach sich alles Angestaute Bahn, gab es kein Halten mehr, schoss Glücksgefühl in alle Poren, und auch am nächsten Morgen hatte ganz Schalke noch ein Lächeln im Gesicht. Es war, wie es nur mit einer Drama-Queen wie Schalke 04 sein kann, bei der immer alles auf die Spitze getrieben wird, in guten wie in schlechten Zeiten. Wenn die Königin mit einem durchgeht weiß man nicht mehr wo oben oder unten ist, dann ist »gute Zeiten« sogar mal in Liga 2.

Zur Pause war der Blick auf die ersten 45 Minuten nur schwer zu ertragen. So viele gute Chancen hatte Schalke liegengelassen. So aktiv losgelegt. So viel richtig gemacht, um dann für die wenigen Fehler in der Defensive doch so hart bestraft zu werden. Erst am Ende, als alles gut ausgegangen war, schien es, als dass es genau so verlaufen musste. Denn bei aller Stärke der Einzelspieler war das Team des FC Schalke 04 unter Mike Büskens vor allem ein Mentalitätsmonster, vom positiven Denken und dem Glauben an sich selbst geprägt.

Öffentlich, in den Pressekonferenzen vor den Spielen, bemerkte Mike Büskens von Beginn an, dass es für sein Team mehr zu gewinnen als zu verlieren gab. Als er übernahm, lag Schalke sieben Punkte hinter Tabellenführer Werder Bremen, sechs Punkte hinter dem Relegationsplatz. Auch als die Mannschaft in der Tabelle kletterte blieb es bei der Blickrichtung von unten nach oben. Nie galt irgendwas als geschafft, was hätte wieder verloren gehen können. Immer war »nichts erreicht«, war nicht wichtig was war, galt der Fokus dem nächsten Schritt.

Im wilden Spiel in Darmstadt lag man früh zurück. Gegen Werder kassierte man ein 1:4 im eigenen Stadion. In Sandhausen musste man in der 83. Minute den Ausgleich hinnehmen. Nun das 0:2 zur Pause gegen St. Pauli: Diese Comeback-Qualität war das Markenzeichen der Mannschaft unter Mike Büskens. Und diese Eigenschaft dockte wie ein Legostein an den nächsten an die Schalker Fan-Mentalität an, die keinen gemäßigten Zustand zu kennen scheint, die dafür sorgt, dass man sich selbst immer entweder ganz am Boden oder gleich im Himmel wähnt. Von »So ’ne Scheiße!« bis »JAAAAAAAAAAAAAA!« in weniger als einer Halbzeit: Das ist anstrengend, aufregend und großartig zugleich. Wie ein Orgasmus eben.

Wie Schalke eben.

2 Thoughts

  1. Wenn morgen in die Daimlerstadion den VFB zuerst Trifft, ist die Kacke auf Schalke sofort am Dampfen und Chaos vorprogrammiert! Deswegen mit den Spieler Potenzial den Maximale Zweikampf Gewinn Anstreben , und Kaminski , Krauss, Flick in Zentraler Mittelfeld.
    Aydin Ausnahmsweise als Rechts Außen Probieren vor Brunner, plus Larsson ( oder Terodde) und Bülter vorne! Zalazar als Überraschungsfaktor aufbewahren , weil den VFB ihn nicht kennt als Schalker und / oder Terodde auch als Joker zum Einwechslung beide Bereit sein!
    Die Fans werden den VFB gegen uns zum Harakiri treiben.
    Torsten ,Danke für die Akzeptanz immer!

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